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29.06.2018, 09:09 Uhr | nane

Zwei Tage im September: Lärm im Park

Fans freuen sich auf Deutschlands größtes Popfestival in Westend

Anfang September geht in Westend die Post ab. Beim wahrscheinlich größten Popfestival Deutschlands, Lollapalooza, hauen zahlreiche mehr oder weniger prominente Musiker im Olympiastadion und im Olympiapark auf die Pauke. Am Wochenende 8. Und 9. September ist Pop-Time. Und das jeweils von 12 bis 23 Uhr.

Um die 75.000 Besucher werden zur vierten deutschen Ausgabe des aus Chicago stammenden Pop-Festivals erwartet. Das entzückt die Fans und bereitet Anliegern und Politikern aus Bezirk und Land schon heute Kopfschmerzen.

Schriftliche Anfrage von Andreas Statzkowski

Unser Abgeordneter aus Westend, Andreas Statzkowski, wollte es in einer schriftlichen Anfrage genauer wissen. Wie kann man den Lärmpegel erträglich halten? Wie steht es um das Sicherheitskonzept und die Informationen für die Anwohner? In Hoppegarten war am ersten Tag Chaos bei der Abreise angesagt, wie will man das in Westend vermeiden? Und schließlich, wer kümmert sich um den Festival-Dreck?

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport sieht das alles offensichtlich völlig entspannt. So heißt es in der Antwort auf Statzkowski Anfrage zum Lärmschutz: „Es wird davon ausgegangen, dass die derzeit bekannten Planungen…beim bevorstehenden Lollapalooza-Festival zur Einhaltung der immissionsschutzrechtlichen Vorgaben führen werden.“

Senat sieht nirgends Probleme

Ähnlich unkritisch sieht die Senatsverwaltung das Sicherheitsproblem: „Dies wird rechtzeitig vor der Veranstaltung zwischen Veranstalter, Anlagenbetreibern sowie den Berliner Sicherheitsbehörden abgestimmt.“

Im Übrigen seien Olympiapark und Olympiastadion „erprobte und bewährte Veranstaltungsorte mit guter Infrastruktur“, wo regelmäßig große Musik- und Sportveranstaltungen standfinden.

Auch die An- und Abfahrt der Festival-Besucher – kein Problem. Schließlich fänden regelmäßig Besprechungen zwischen Veranstalter, Verkehrslenkung, der Polizei, BVG und S-Bahn statt, um ein „zielführendes An- und Abreisekonzept für den Individual- und öffentlichen Personennahverkehr auszuarbeiten.“ Viel konkreter kann man das nicht ausdrücken. Oder?

Ob es eine Sonderreinigung gibt, ist offen

Doch, auf die Frage von Andreas Statzkowski, ob die BSR nach dem Fest eine Sonderreinigung durchführen wird, antwortet die Senatsverwaltung für Inneres und Sport: „Über die Beauftragung von Sonderreinigungen durch die BSR ist noch nicht entschieden.“

Ob die Rot-Rot-Grüne-Landesregierung so etwas als vorausschauende Planung versteht, kann auch Andreas Statzkowski nicht beantworten. Aber es sind ja noch ein paar Tage bis zum Festival im September.

Also abwarten und überraschen lassen.

EIN NEUES STADION FÜR HERTHA BSC ?
Hertha BSC soll ein neues Stadion auf dem Gelände des Olympiaparks bauen!
Das Olympiastadion soll bei Erhalt seiner Multifunktionalität umgebaut werden!
Es soll alles so bleiben, wie es ist. Kein Neubau und auch kein Umbau!