Neuigkeiten

03.09.2018, 10:44 Uhr

Warten in der Rettungsstelle

Andreas Statzkowski fragt zur Situation in den DRK Kliniken Westend

Andreas Statzkowski geht immer wieder Fragen der Bürger nach – dies geschieht durch eine sogenannte „Schriftliche Anfrage“, die der Abgeordnete stellen kann. Die zuständige Abteilung des Berliner Senats ist dann gehalten, innerhalb kurzer Zeit – im Idealfall sind das etwa 14 Tage – darauf zu antworten.

Diesmal beschwerte sich eine Bürgerin über die lange Wartezeit in der Notaufnahme.

 

Andreas Statzkowski (CDU) wollte genauer wissen, wie die Situation in seinem Wahlkreis, speziell im Westend-Krankenhaus ist. Wie lange ist die durchschnittliche Wartezeit in der dortigen Rettungsstelle?

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung leitete die Schriftliche Anfrage an das die DRK Kliniken Westend weiter. Von dort kam die Antwort: “Die durchschnittliche Wartezeit in der Zentralen Notaufnahme bis zum Erstkontakt mit dem medizinischen Personal beträgt 26 Minuten.“

Auf Nachfrage präzisierte die Klinik den Begriff „Wartezeit“ so: „Das ist die durchschnittliche Zeit zwischen Anmeldung und Abschluss der pflegerischen Ersteinschätzung; Erst-Assessment.“  (Assessment bedeutend hier erste Beurteilung, Bewertung und Einschätzung.)

Mit dem 26-Minuten-Wert ist das Westend – nach eigenen Angaben – „vergleichbar mit anderen Notaufnahmen in Berlin“.  Die durchschnittliche Gesamtverweildauer in der Zentralen Notaufnahme beträgt derzeit allerdings 3 Stunden und 42 Minuten – so die Angaben der DRK-Kliniken Berlin/Westend in der Antwort an Andreas Statzkowski. Personalausfälle versucht man in Westend beispielsweise mit Hilfe von Springer-Pools und Leasing-Personal zu lösen.

Auf die Frage von Andreas Statzkowski, wie mit Beschwerden von Patienten umgegangen werde, erhielt er folgende Antworten.

Es gibt ein Zentrales Lob – und Beschwerdemanagement

Zur Weiterleitung der Beschwerden sind alle Beschäftigten verpflichtet

Patienten erhalten einen Rückmeldebogen, in dem der Aufenthalt beschrieben werden kann. Für die Antworten gibt es extra Briefkästen

Auf der Webseite gibt es ein Kontaktformular

Bei Beschwerden nehmen Chefärztinnen oder – ärzte dazu Stellung

Der Patientenfürsprecherin stehen Räume für Gespräche zur Verfügung.

Seit Einrichtung des Zentralen Lob- und Beschwerdemanagements im August 2013 ist die Zahl der Rückmeldungen, die direkt an die Patienten-fürsprecherin gerichtet wurden, rückläufig. Die letzten drei Fälle gab es 2015.

Zur allgemeinen Information:

Eine Studie aus Berlin zeigt, dass sich die Hälfte der Patienten als „sofort“ oder „so schnell wie möglich“ behandlungsbedürftig fühlt.

Die Mediziner sehen das vielleicht manchmal anderes. Wie auch immer, behandelt wird in der Notaufnahme nicht nach der Reihenfolge des Eintreffens, sondern nach dem Schweregrad der Erkrankung.

Um möglichst rasch feststellen zu können, wie dringlich die Behandlung ist, nutzt man auch im Westend, ein standardisiertes Verfahren zur Erst-Einschätzung: Das Manchester-Trigabe-System“ (MTS). Mit dem MT-System lässt sich der Schweregrad der Erkrankung bzw. der Verletzung in kurzer Zeit erkennen und die Behandlungsdringlichkeit einstufen.

Die Dringlichkeit wird durch Farben signalisiert.

Rot bedeutet akut lebensbedrohlich

Orange heißt: Sehr dringende Notfälle

Gelb: Dringende Notfälle

Grün: Stabile, aber behandlungsbedürftige Fälle und

Blau: Alle weiteren Fälle.

Der Anteil der „blauen“ Patienten ist weitaus höher als der Laie erwarten dürfte. Ein Drittel bis knapp die Hälfte der Notaufnahme-Patienten gehören nicht in die Warteräume der Rettungsstellen. Sie könnten genauso gut von niedergelassenen Ärzten versorgt werden. Das hat ein Gutachten des Instituts für Angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen ermittelt.

DRK Kliniken Berlin | Westend, Zentrale Notaufnahme

Spandauer Damm 130, Einfahrt Fürstenbrunner Weg 18, Ausschilderung: Zur Ersten Hilfe

Telefon 3035 4004

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin ist für die Bürger rund um die Uhr da, und vor allem: kostenlos für gesetzlich Versicherte.

Patienten, die aus gesundheitlichen Gründen ihren Arzt nicht aufsuchen können, werden in dringenden Fällen zu Hause ärztlich versorgt - auch nachts und an den Wochenenden.

Telefon 116117

EIN NEUES STADION FÜR HERTHA BSC ?
Hertha BSC soll ein neues Stadion auf dem Gelände des Olympiaparks bauen!
Das Olympiastadion soll bei Erhalt seiner Multifunktionalität umgebaut werden!
Es soll alles so bleiben, wie es ist. Kein Neubau und auch kein Umbau!