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13.02.2019, 22:17 Uhr | nane

Äußere Hebriden: Ein wahrer Schatz

Die Besucher des Vortrags über die Äußeren Hebriden im Bürgerbüro Andreas Statzkowski hatten den Namen des Reiseziels ja schon irgendwann einmal gehört. Aber wo genau liegen denn die Äußeren Hebriden? Andreas Statzkowski hatte deshalb gleich zu Beginn die Karte parat – es geht um eine Inselkette im Atlantischen Ozean an der Westküste Schottlands. Kennzeichen: schroff, schottisch kalt auch im Hochsommer. Dennoch: Wer einmal dort war, würde gerne wiederkommen. Und bitte merken Sie den nächsten Termin vor: Am 14. Februar um 19 Uhr ist das Reiseziel die Garden Route in Südafrika.

Die Inselkette der Äußeren Hebriden zeichnet sich durch Tradition und Geschichte aus. Es gibt sowohl zahlreiche bewohnte aber auch unbewohnte Inseln. Schwerpunkte an diesem Vortragsabend waren die beiden Inseln Great Bernera sowie Lewis and Harris.

Great Bernera ist oft nur als Bernera bekannt. Hier lebten 2011 knapp 300 Personen, die sich schwerpunktmäßig vom Hummerfang ernähren. Und natürlich auf die Touristen setzen. Denn hier kann man noch Häuser aus der Eisenzeit besichtigen. „Es gibt heute einen kompletten Nachbau einer solchen Siedlung mit reetgedecktem Dach, wobei der obere Teil der Steinmauer aus dem Boden herausragt. Dabei ist das Bostadh Iron Age House recht gut erhalten und lohnt einen Besuch“, betont Andreas Statzkowski. Zudem gibt es eine Bücherei und ein Minimuseum auf Great Bernera.

Und der Westender Abgeordnete hat noch einen wertvollen Tipp parat. Jeder sollte mit bestem, wasserdichtem Schuhwerk seine Besichtigungen und Wanderungen antreten.  Oft ist es sehr nass und sumpfig man erkennt das nicht sofort am Untergrund. „Dort wo Wollgras steht, ist Vorsicht geboten und man sucht sich besser einen anderen Weg. Heidekraut dagegen bedeutet, dass der Boden eher trocken ist und der Weg begehbar, ohne dass man gezwungen ist, mit nassen Füßen weiterzulaufen.“

Eine Insel mit zwei Namen

Die Insel Great Bernera ist über eine Brücke mit der Nordwestküste der Insel Lewis and Harris verbunden. Durch die Verwendung zweier Namen, gehen viele davon aus, dass es sich auch zwei Inseln handelt. „Das ist ein Irrtum“, informiert Andreas Statzkowski sein Publikum. „Nur der größere nördliche Teil wird Lewis genannt, es handelt sich aber um nur eine Insel, die Lewis and Harris heißt und die größte schottische Insel ist.“ Hier leben gut 21.000 Menschen. „Es gibt hier den feinsten Sand, leckeren Qualitätsfisch und Tweed, der ewig hält. Wobei der Tweed, auch wenn er Harris-Tweed heißt, im nördlichen Teil der Insel – also in Lewis – zu finden ist“, beugt Andreas Statzkowski gleich möglichen Missverständnissen vor. „Und echt sind die Tweed-Teile auch nur mit Emblem.“

Gut zu wissen: Sonntag ist Ruhetag

Wer sich eh im nördlichen Teil aufhält, dem empfiehlt Andreas Statzkowski noch den Besuch des am zweitbesten erhaltenen Brochs der Welt - Dun Carloway. Ein Broch ist ein runder Turm aus der Eisenzeit, der ohne Mörtel errichtet wurde. Hier sind Teile der Mauern bis zu neun Metern hoch zu bewundern. „Aber bitte beachten Sie unbedingt, dass sonntags das öffentliche Leben hier fast vollständig ruht“, weist der Abgeordnete auf eine Besonderheit hin, mit der Touristen nicht rechnen. „Daher fahren auch die Fähren nicht, Pubs sind geschlossen, Attraktionen ebenfalls.“ Das hat religiöse Gründe. Der südliche Teil ist katholisch geprägt, der nördliche Teil der Insel ist protestantisch. Aber ein solcher Ruhetag ermöglicht, die wunderbare Landschaft mal per Rad oder zu Fuß zu erkunden, z.B. die Steinkreise besichtigen, die noch erhalten sind. Zudem wurden auf Lewis Schachfiguren aus Walross-Elfenbein gefunden. Große, hölzerne Nachbildungen sind hier zu besichtigen. Die kleinen Original-Figuren stehen allerdings im Nationalmuseum von Edinburgh und im Britischen Museum in London.

Weitere Besichtigungs-Empfehlungen:

Abhainn Dearg (Red River) Distillery – urige Garagen-Destillerie (Lewis), die 2011 den ersten Whisky der einzigen Brennerei auf den Äußeren Hebriden präsentierte. ACHTUNG: Bitte zur Besichtigung zwei Tage vorher anmelden.

St Clement’s Church (Harris) - mit dem Grab des Gründers der Kirche

Golden Road (Harris) befahren - ACHTUNG: Einspurige Straße!

IST WESTEND DER SCHÖNSTE ORTSTEIL BERLINS?
Auf jeden Fall
Joa, ist ganz schick
Es gibt schönere