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18.02.2019, 09:17 Uhr | apo / nane

Mammut-Projekt Autobahndreieck Funkturm

Der Ortsteil Westend wird in den nächsten Jahren Schauplatz einer Stadtentwicklung, die einen Großteil der Verkehrsknotenpunkte und Sehenswürdigkeiten entscheidend beeinflusst. Die Sanierung bzw. der Neubau des Autobahndreiecks Funkturm wird ein Mammutprojekt werden, weil gerade dieser Bereich zu den am höchsten belasteten Autobahnknotenpunkten Deutschlands gehört. Derzeit wird ein Konzept erstellt, dessen Ergebnisse bald vorliegen sollen.  Andreas Statzkowski hatte schon jetzt Fragen dazu.

So stellte unser Westender Abgeordneter eine sogenannte „Schriftliche Anfrage“ beim Berliner Senat. Er wollte u.a. wissen, ob es einen Wettbewerb zum Umbau des Autobahndreiecks gibt.

In der Antwort der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz heißt es dazu: „Aufgrund des geringen planerischen Spielraumes gibt es keinen Planungswettbewerb.“  Für die Gestaltung wurde eine „architektonische und denkmalschutzfachliche Begleitung“ beauftragt. Die zuständige Behörde ist die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES). Am 1. 4. 2018 wurde mit der Vorplanung (inkl. Variantenuntersuchung) begonnen, dabei soll die Machbarkeitsstudie aus 2014 fortgeschrieben werden.

Welche alternative Verkehrsführung gibt es?

Andreas Statzkowski wollte auch wissen, welche alternative Verkehrsführung es für die Bauzeit geben wird. Dies soll laut Senatsauskunft durch Behelfsbrücken geschehen, damit das nachgeordnete Straßenverkehrsnetz insbesondere auf Straßen mit Wohnbebauung so weit wie möglich gemieden wird.

Die A 115 soll ab der Cordesstraße auf neuer Trasse geführt werden, d.h. hier kann weitgehend unabhängig vom laufenden Verkehr gebaut werden.

A 100: Hier wird geprüft, ob der Verkehr Richtung Norden über Halenseestraße-Ost laufen kann. In Richtung Süden ist eventuell entlang des ICC halbseitiges Bauen eine Lösung mit Weiterführung über Halenseestraße-West. Die Realisierbarkeit der Lösungen wird im Rahmen der Vorplanung detailliert geprüft.

Derzeit noch nichts Konkretes

Über Baubeginn und Dauer des Großprojektes konnte der Senat noch keine Angaben machen.  Begründung: Die Dimension des Projektes lasse aufgrund „einer Vielzahl von Betroffenheiten“ keine seriösen Angaben zu. Konkretere Kostenschätzungen erwartet der Senat voraussichtlich im 1. Halbjahr 2019.

Fest steht, dass der Bund die grundsätzlichen Kosten für den Umbau des Autobahndreiecks Funkturm im Sinne einer Erhaltungsmaßnahme übernimmt. Für die Planungskosten ist weitestgehend das Land Berlin zuständig. Was den Lärmschutz und die Informationen für die Anwohner angeht, werden Konzepte geprüft.

IST WESTEND DER SCHÖNSTE ORTSTEIL BERLINS?
Auf jeden Fall
Joa, ist ganz schick
Es gibt schönere