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16.06.2020, 11:29 Uhr | nane

Andreas Statzkowski besichtigt Corona-Notfall-Krankenhaus

„Das Interesse ist riesig, deshalb mache ich Führungen hier“, so begrüßt Bauleiter Albrecht Broemme die Gruppe um Andreas Statzkowski. Unser Westender Abgeordnete war zu einem Besuch der Corona-Notfall-Klinik eingeladen war. Und Broemme ist sichtlich stolz, was er zeigen kann.

Andreas Statzkowski und Albrecht Broemme (re.) im Corona-Notfall-Krankenhaus

Betten, Geräte, Schränke, PC usw. - alles im Topzustand und bis zum Frühjahr gemietet. 84 Betten sind in der Feinabnahme genehmigt, auf bis zu 500 Betten kann ausgebaut werden. Am Fußboden sind die Pflegestationen erkennbar. Blau für die Intensivmedizin (21 Betten), grüner Bodenbelag (63 Betten) für die weniger schweren Corona-Fälle. Es gibt mobile Röntgen- und Ultraschallgeräte, ein CT-Gerät.

 Beatmungsgeräte gibt er derzeit allerdings nur zwei, was Albrecht Broemme nicht sonderlich schlimm findet. „Die benötigen wir für Übungszwecke. Aber wir haben eine Firma, die uns bei Bedarf die restlichen Geräte liefert. Momentan werden sie anderswo dringender benötigt.“ Bis zu 111 Geräte seien bei Bedarf geplant. Die Frage aus der Besuchergruppe, ob die denn dann wirklich so schnell lieferbar sind, erstickt Broemme im Keim. Geräte hier zu lagern, die nicht benutzt würden, käme ihm nicht in den Sinn.  

Er bestätigt, dass Ärzte und Pflegepersonal auf Abruf kurzfristig bereitstehen. Gleichzeitig gibt er aber zu, dass bei Vollbetrieb rund 1000 Arbeitskräfte hier sein müssten, um den Gesamtbetrieb gewährleisten zu können - und verbreitet dennoch Optimismus. „Bei mir haben sich viele Leute gemeldet, die helfen wollen, sogar ehrenamtlich.“

Ein Krankenhaus nur für Corona-Patienten

Auch wenn alles fertig zu sein scheint, gibt es für Albrecht Broemme noch viel zu tun. Er plant bis zur ersten wirklichen Aufnahme. Und bis dahin muss es noch „Vollübungen“ geben - so nennt er die Probeläufe unter Ernstfall-Voraussetzungen. Dazu gehören nicht nur die medizinischen Vorgehensweisen. Dazu gehört auch der Brandschutz bis hin zu Evakuierungsmöglichkeiten im Brandfall. Gleichzeitig betont er, dass hier kein Krankenhaus der üblichen Art entsteht, es wird keine Notfallaufnahme geben. Diese Klinik ist einzig und allein für Patienten mit Corona vorgesehen.

Mit seiner ruhigen und offenen Art setzt er darauf, dass er durch seine Führungen auch bei den Fachleuten und in der Nachbarschaft auf offene Ohren und Verständnis trifft. Noch am selben Abend sind Ärzte und medizinische Leiter eingeladen. Am nächsten Tag kommen Bewohner aus der Nachbarschaft.

Nach 90 Minuten Führung steht das Fazit von Andreas Statzkowski fest. „Gut, dass Berlin auf eine Pandemie vorbereitet ist und es Personen wie Herrn Broemme gibt. Wollen wir hoffen, dass das eine oder andere Organisationsproblem beim Personal und der technischen Ausstattung, das die SPD-Gesundheitssenatorin zu verantworten hat, bei Bedarf rechtzeitig gelöst werden kann.“

 

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Es gibt schönere