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01.02.2018, 18:49 Uhr | nane

Wann die Einbrecher kommen

Auch Einbrecher haben (fast) geregelte Arbeitszeiten. „Sie kommen gerne zwischen 10 und 13 Uhr“, so Kriminalhauptkommissar Jens Fritsch „und bevorzugt in der dunklen Jahreszeit.“  Wie man Mietwohnung oder Eigentum am besten dagegen schützt, erfuhren die zahlreichen Gäste im Bürgerbüro Andreas Statzkowski. In einer gemeinsamen Veranstaltung der CDU-Ortsverbände Grunewald-Halensee und Westend informierte Jens Fritsch über die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Einbruchsprävention.

Jens Fritsch informierte, wie man sich vor Einbrechern schützen kann

Der Polizeibeamte Jens Fritsch ist Sicherheitsberater und hat viel mit Einbruchschutz zu tun. „Die richtige Vorsorge ist wichtig“, so sein Credo, „aber auch das eigene Verhalten, die richtige Technik und Nachbarschaftshilfe.“  Alles zusammen kann helfen, sich vor Einbrechern zu schützen.

„Allerdings gibt es keinen 100 prozentigen Schutz“, betont Fritsch gleich zu Beginn, „aber man muss es dem Einbrecher so schwer wie möglich machen.“ Wenn’s schwer wird, gibt der Einbrecher oft auf. Sein Interesse gilt der leichten Beute.

Kostenlose Sofortberatung gegen Einbruch von der Polizei

Ist die Tür wirklich zwei Mal abgeschlossen und nicht nur eben mal zugezogen? Ist auch kein Fenster angekippt, wenn ich Haus oder Wohnung verlasse?  „Bitte seien Sie schon bei diesen Dingen achtsam“, rät Fritsch. Wer mehr tun will, kann sich in einer kostenlosen Sofortberatung direkt an die Polizei wenden. Am Platz an der Luftbrücke kann man sich ohne Termin melden. Gut wäre es, wenn man Fotos von der Haustür, von den Fenstern usw. mitbringt. Für Häuser kann man auch eine Beratung vor Ort vereinbaren; ebenfalls kostenlos.

Laut Statistik werden in Berlin täglich 33 Wohnraum-Einbrüche zur Anzeige gebracht, 40 Prozent davon geschehen durch Aufhebeln von Fenstern oder Türen. Meist reicht ein einfacher Kuhfuß oder ein ordentlicher Schraubendreher. Die Aufklärungsrate liegt in Berlin bei sieben Prozent. 2017 wird die Kurve wohl wieder leicht runtergehen.

Die Polizei verkauft nichts

Technik erschwert den Einbrechern den Erfolg. „In unserer Beratung erfahren Sie, was speziell für Ihre Wohnung, Ihr Haus geeignet ist“, sagt Jens Fritsch. „Und denken Sie daran, die Polizei verkauft nichts. Sie gibt Empfehlungen ab, macht Vorschläge zur Grundsicherung der Mietwohnung, des Eigentums – auch für den kleinen Geldbeutel. Sie klärt auf über zusätzliche Sicherungsmaßnahmen, z.B. Elektronik“. Entscheidungen trifft sie nicht, das muss jeder selber machen.

Neben Prävention und Technik ist aber auch das Umfeld wichtig: Die Nachbarschaft. „Berlin ist eine anonyme Großstadt, da ist Nachbarschaft oft nicht gegeben.“ Und deshalb sollte man den Kontakt doch suchen, mal miteinander ins Gespräch kommen. Dann ist es auch leichter, die Ratschläge von Jens Fritsch zu berücksichtigen.

Und die lauten: Informieren sie die Nachbarn, wenn sie länger weg sind. Bitten sie jemanden, den Rasen zu schneiden, den Briefkasten zu leeren. Und setzen sie Zeichen, dass im Haus jemand ist. Licht- Zeitschaltuhren sind ein Mittel dazu, bevorzugt im Obergeschoss, das nicht so leicht einsehbar ist.  Auch TV-Simulationsgeräte helfen den Eindruck zu erwecken, dass Menschen zuhause sind.

Zuletzt noch ein Tipp vom Fachmann: Wer Wertbehältnisse wie Tresore zuhause hat sollte mit seiner Versicherung Kontakt aufnehmen. Dort muss man erfragen wie der Wertinhalt gesichert sein muss, um am Ende nicht noch eine zusätzliche böse Überraschung zu erleben.

EIN NEUES STADION FÜR HERTHA BSC ?
Hertha BSC soll ein neues Stadion auf dem Gelände des Olympiaparks bauen!
Das Olympiastadion soll bei Erhalt seiner Multifunktionalität umgebaut werden!
Es soll alles so bleiben, wie es ist. Kein Neubau und auch kein Umbau!