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Neuigkeiten
14.05.2020, 15:03 Uhr | nane
Senat streicht der Gedächtniskirche das Geld
Der rot-rot-grüne Senat lässt die dringend notwendige Generalüberholung der Gedächtniskirche unter den Tisch fallen. Anders als erwartet streicht er kurzfristig die neun Millionen Euro Landesmittel. Dadurch droht nun auch der Zuschuss des Bundes in Höhe von 16 Millionen Euro verloren zu gehen, da dieser an eine Kofinanzierung gebunden ist.
Pfarrer Martin Germer ist entsetzt und bekommt Beistand von der CDU-Fraktion. Sie fordert, dass der zuständige SPD-Finanzsenator darlegt, wie das Projekt gerettet werden könne, damit die Bundesmittel nicht entfallen. Aus welchen Töpfen auch immer.
Diese Kirche ist Berlin
In einem Brief an Andreas Statzkowski und andere CDU-Politiker, wird deutlich, dass Pfarrer Germer das Verhalten des rot-rot-grünen Senats unverständlich findet – gerade auch aus historischer Sicht.
Er schrieb: „Gerade der unmittelbar bevorstehende 75. Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus unterstreicht die Bedeutung der Gedächtniskirche sozusagen als steinerner Zeitzeuge, um nachkommenden Generationen aus dem In- und Ausland die Wichtigkeit von Frieden, Versöhnung und internationaler Verständigung zu vermitteln. Dazu ist es aber dringend erforderlich, dass die Ausstellung in der Turmruine zeitgemäß erneuert und ins Innere des Alten Turms hinein erweitert werden kann.Geschichte lässt sich an diesem Ort und mit diesem Anschauungsmaterial so direkt vermitteln!“
Vielen Menschen ist klar, dass gerade diese Kirche ein Symbol Berlins ist, wie kaum ein anderes. Auch deshalb ist die Absage des Senates ein schlechtes Zeichen. Der Bund sieht das ganz anders. Bereits 2019 gab es die Zusage über einen 16 Millionen – Euro – Zuschuss zur Sanierung. Jetzt zog es der Senat aber kurzfristig vor, statt der Gedächtniskirche andere Projekte in das Sonderprogramm SIWA (Sondervermögen Infrastruktur für die wachsende Stadt) aufzunehmen, das aus den Haushaltsüberschüssen des letzten Jahres gespeist wird.
Und solange es keine Aussagen über die Finanzierungsbeteiligung des Landes Berlin gibt, steht das ganze Projekt auf der Kippe. Die insgesamt veranschlagten Kosten in Höhe von 36 Millionen Euro sollten wie folgt zusammenkommen: 16 Millionen vom Bund, 9 Millionen vom Land Berlin, die restliche Summe sollte durch Spenden, Stiftungszuschüsse und die Kirche selbst aufgebracht werden.