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05.11.2018, 18:26 Uhr | nane

Die Post AG zur Schließung der Rüsternallee: Finanzdienstleistungen sind kein Pflichtangebot

Dies erfuhr Andreas Statzkowski durch eine schriftliche Anfrage beim Senat.

Es ging dem Westender Abgeordneten darum, hinsichtlich der Schließung der Postfiliale in der Rüsternallee nachzuhaken.

Aus dem Antwortschreiben geht hervor, dass der Senat erst aus der Presse erfahren hat, dass die Filiale Rüsternallee geschlossen wurde.  Allerdings war dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf die Situation „wenige Wochen im Voraus bekannt“, wie es in der Antwort des Senats heißt, was allerdings bei beabsichtigten Schließungen seitens der Post AG die Regel sei. Gleichzeitig wurde versichert, dass trotz Schließung des Finanzcenters das Angebot von reinen Postdienstleistungen vor Ort sichergestellt wird. Und zwar wenige hundert Meter nördlich - in der Reichsstraße 36, wo bereits eine kleine Partner-Filiale der Post vorhanden ist. Dort gibt es nun ein ebensolches Angebot wie in der Rüsternallee. Allerdings nur postalisch gesehen.

Stellungnahme der Post AG

Der Senat hat die Deutsche Post AG um kurzfristige Stellungnahme gebeten und zitiert im Antwortschreiben an Andreas Statzkowski aus dem Brief der Post AG:

„Bei der Filiale in der Rüsternallee handelt es sich um ein von der Postbank AG betriebenes Postbank-Finanzcenter.“ …. „ Die Partner-Filiale (Reichsstr. 36, die Red.) wird damit zukünftig dieselben postalischen Dienstleistungen wie das bisherige Postbank-Finanzcenter, aber keine Postbankdienstleistungen anbieten. Finanzdienstleistungen sind kein Pflichtangebot im Sinne der Post-Universaldienstleistungsverordnung und werden deshalb nicht in allen Partner-Filialen der Deutschen Post angeboten.“

Soorstraße: Lange Wartezeiten

Andreas Statzkowski fragte ebenfalls nach, ob dem Senat bekannt ist, dass es bei den umliegenden Postfilialen z.B. in der Soorstraße lange Wartezeiten für die Kunden gibt. „Dem Senat liegen dazu keine eigenen Erkenntnisse und Informationen vor“, heißt es im Antwortschreiben.

Die Post AG ließ dazu ausrichten: „Zur Postfiliale in der Soorstraße verweist die Deutsche Post AG darauf, dass es sich um ein Postbank-Finanzcenter handelt und somit die Möglichkeit zur Auskunft alleine bei der Postbank liege.“

(Anm.d.Red.: Die Postbank gehört zur Deutschen Bank)

Post AG entschuldigt sich für Zustellsituation in Westend

Gleichzeitig wollte Andreas Statzkowski wissen, wie der Senat die Situation beurteilt, dass gerade in Westend die Zustellung der Post in den letzten Monaten sehr unzuverlässig erfolgte.

Der Senat fragte bei der Post AG nach. Zur Begründung hieß es, dass gerade in Westend ein außergewöhnlich hoher Krankenstand zu verzeichnen ist.

Zitat: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass die Zustellung hier zukünftig wieder zuverlässig erfolgt. Für etwaige Verzögerungen möchten wir uns bei allen betroffenen (Kundinnen und) Kunden nachdrücklich entschuldigen.“

IST WESTEND DER SCHÖNSTE ORTSTEIL BERLINS?
Auf jeden Fall
Joa, ist ganz schick
Es gibt schönere