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28.02.2019, 09:32 Uhr | nane

Wo die kleinste Fußball-Liga der Welt spielt

In der Südwest-Spitze Englands – auf den Scilly-Inseln - gibt es Außergewöhnliches zu entdecken. Genau das zeigte der Reisevortrag von Andreas Statzkowski, für den sich immer mehr Interessierte im Bürgerbüro versammelten.

Die Scilly-Inseln gehören zur zeremoniellen Grafschaft Cornwall und haben so einiges zu bieten: Insgesamt 140 Inseln, von den 55 größeren sind fünf bewohnt.  Dort leben in etwa 2300 Menschen, die heute hauptsächlich vom Tourismus leben, aber teilweise auch noch wie früher vom Blumenanbau. Sie haben sich auf Osterglocken spezialisiert.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören u.a. megalithische Gräber, z.B. auf der Hauptinsel St. Mary’s. Meist sind es bronzezeitliche Sippengräber. Andreas Statzkowski empfiehlt, hier einen Vortrag zu buchen, der interessante Einblicke gibt und auch zum Halangy Down führt. Dort finden Sie Reste eines eisenzeitlichen, frühmittelalterlichen Dorfes, das aus Steinen statt Holz bestand und rund 1000 Jahre bewohnt wurde. Hier gibt es schöne Strände und ein mildes Klima. „Im Sommer sollte man beachten, dass viele auf die bewohnten Inseln wollen, es aber oft einfach zu wenig Zimmer zum Übernachten gibt“, hat Andreas Statzkowski für neugierig gewordene einen wertvollen Tipp. Also besser etwas später reisen.

Und dann auch bitte das „Strudel“-Cafe besuchen – ein kleines Lokal mit Blick auf den Hafen, geführt von einer Deutschen, die den sehr leckeren bayerischen Strudel noch selber backt. Aber es gibt auch andere Kleinigkeiten zu genießen.

Und eine weitere Besonderheit finden die Besucher nur hier: Nämlich die kleinste Liga der Welt. Es gibt nur zwei Vereine auf St. Mary‘s – die Garrison Gunners und die Woolpack Wanderers. Immerhin spielen sie pro Saison 16 Begegnungen aus – immer gegeneinander.

St. Mary’s: Grab von Harald Wilson

Auch ein Besuch der Kirche in Old Town ist zu empfehlen. Sie ist aus dem Mittelalter. Und auf dem Friedhof entdeckte Andreas Statzkowski das Grab von Harald Wilson, der von Oktober 1964 bis Juni 1970 (sowie von März 1974 bis März 1976) Premierminister Großbritanniens war. Sein Wunsch war es, auf St. Mary’s begraben zu werden.

Honour-Box: Kasse des Vertrauens 

Tresco ist – nach St.Mary’s, die zweitgrößte Insel. Hier empfiehlt Andreas Statzkowski den Tresco-Abbey-Garden zu besuchen. Hier gibt es nämlich noch zahlreich die einheimischen roten Eichhörnchen zu bewundern, die sonst in England nur noch selten zu finden sind. Im Winter ist der Eintritt übrigens preiswerter als im Sommer. Ansonsten findet man auf den Inseln oft die allgemein übliche „honour-box“ – eine Dose, in die man Geld wirft, um etwas zu bezahlen, z.B. Eintrittsgeld. Im Vertrauen darauf, dass kein anderer das Geld entwendet oder zu wenig einwirft. Hier funktioniert das bestens.

St. Agnes ist etwa 3,5 Quadratkilometer groß und liegt etwas abseits, aber einen Ausflug dorthin sollte man ruhig riskieren. Es gibt hier den einzigen Laden mit einheimischem Eis, zudem lädt der gemütliche Pub Türkenkopf „The Turks Head“ zur Pause ein, bevor man dann den Irrgarten genießen kann.

IST WESTEND DER SCHÖNSTE ORTSTEIL BERLINS?
Auf jeden Fall
Joa, ist ganz schick
Es gibt schönere