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08.09.2021, 16:04 Uhr | nane

Spektakulärer Grand Canyon

Ein Reisevortrag in Präsenz

 

Alle Teilnehmer sind sich nach fast zwei Stunden Vortrag einig: In Präsenz macht alles noch viel mehr Spaß. Zudem ist der Grand Canyon ein überwältigendes Reiseziel. Im Bürgerbüro beim Reisevortrag von Andreas Statzkowski gab es viel zu Staunen und zu Genießen. Eine erste Überraschung bot gleich der Flughafen in Las Vegas. Dort gibt es jede Menge Spielautomaten.

 

Eine Überraschung der ganz besonderen Art bot die Airtour durch den Grand Canyon mit dem Flugzeug. Spektakulär: die Sicht auf eines der größten Naturwunder der Erde von oben. Die Schlucht mit den roten Gesteinsschichten ist etwa 16 Kilometer breit, über 400 Kilometer lang und vom Colorado-River durchzogen. „Aber“, so Andreas Statzkowski, „das kleine Flugzeug schaukelt schon sehr und nicht jedem bekommt das.“  Einige Passagiere mussten sich nach dem Rundflug eine Zeit lang erholen, bevor es ihnen wieder gut ging. Besonders gut fand er, dass jeder im Flieger einen Fensterplatz mit ausgezeichneter Sicht hatte. Flüge kann man in Tusayan buchen. Wer nicht so hoch hinaus möchte, kann dort auch einen Museumsbesuch machen und die Geschichte der Anasazi Indianer erleben. Hinter dem Museum kommt man zu den steinernen Ruinen, die einen Einblick in das damalige Leben bieten.

Andreas Statzkowski startete von Flagstaff aus zum Grand Canyon. Dieser Ort liegt etwa eine Autostunde entfernt. Wer sich diese Anfahrt sparen möchte, kann auch in Tasayan ein Hotel buchen und hat dann nur etwa 10 Min Anfahrt. Bitte checken Sie die Hotelpreise und entscheiden sich dann, ob sie die längere oder kurze Anfahrtszeit nehmen wollen.

Natürlich kann man den Grand Canyon auch erwandern. Es gibt verschiedene Routen. Hier ist aber wichtig zu wissen, dass nur die gekennzeichneten Aussichtsplattformen gesichert sind. Also bitte nicht zu nah an die Ränder gehen, um schöne Foto zu bekommen.

Skywalk nur für Mutige

Zudem sind die Nationalparks eine Attraktion, zum Beispiel im Norden von Arizona das Wupatki National Monument. „Eine Gegend, die mit der Eintönigkeit Schottlands zu vergleichen ist“, so schwärmte Andreas Statzkowski und verwies gleichzeitig auf die verschiedenen Wander- und Treckingtouren, die man dort machen kann. Generell bieten die Unternehmungen entlang der Kante des Grand Canyon für jeden etwas. Besuchermagnet ist der South Rim, der spektakuläre Aussichten bietet. Im West Rim können Sie dann auch den Skywalk ausprobieren, eine Rundbrücke aus Stahl. Diese wurde 1.200 Meter über dem Grund des Grand Canyons erbaut und ragt 20 Meter über den Abgrund hinaus. Nur etwas für Mutige und nichts für Menschen mit Höhenangst.

Mesa Verde bedeutet grüner Tafelberg

Für alle empfiehlt sich unbedingt ein Besuch im Mesa-Verde-Nationalpark, der zum UNESO Weltkulturerbe gehört. Hier finden Sie gut erhaltene Zeugnisse aus der Zeit, als die Pueblo-Indianer hier lebten. Nicht in Zelten, sondern in teilweise riesigen Felsenbehausungen mit bis zu 200 Räumen und zahlreichen Feuerstellen. Eine Führung lohnt sich hier auf jeden Fall, denn dieser Park ist der einzige Nationalpark, der archäologische und historische Objekte schützt. Und rund 4000 Ausgrabungen davon befinden sich hier, nur einige davon sind zu besichtigen. Übrigens Mesa Verde bedeutet grüner Tafelberg. Er liegt in der Nähe des Four Corners Monument: An diesem Ort befindet sich der einzige Punkt der USA, an dem vier Staaten aneinandergrenzen - New Mexiko, Colorado, Utah und Arizona. Das Monument befindet sich auf dem Gebiet der Navajo Nation Reservation.


Unvergesslich: Der Antilopen Canyon

Am Rand des Colorado-Plateaus finden Sie eine äußerst farbenfrohe Landschaft, die durch Erosionen entstanden ist und auch den Namen „bemalte Wüste“ hat. Es ist der Petrified-Forest-Nationalpark. Die Landschaft liegt 1800 Meter über dem Meer und ist trockenes Brachland. Hier finden Sie bemerkenswertes Sedimentgestein und versteinertes Holz, das aus harter Quarzsubstanz durch Millionen von Jahren entstanden ist.

Krönender Abschluss des Reisevortrages waren die Bilder des Antilopen Canyons, der in der Nähe der Stadt Page zu finden ist. Wasser, dass im Laufe der Jahrhunderte durch Sandstein läuft, bringt hier atemberaubende Farben in den entstandenen Schluchten zutage. Ein Besuch mit geführten und kostenpflichtigen Touren lohnt sich sehr, allerdings nur, wenn es nicht regnet. Sonst drohen gefährliche Sturzfluten, bei denen 1997 elf Touristen ums Leben kamen.  Bei Regen gilt deshalb ein Betretungsverbot. Ansonsten wird es ein unvergessliches Erlebnis sei. Andreas Statzkowski Bilder dazu waren sensationell.

Weitere Besuchs-Tipps von Andreas Statzkowski:

Canyon de Chelly: Rund 150 Kilometer vom Grand Canyon entfernt sind hier die Ruinen einiger Klippenhäuser und Felszeichnungen zu sehen. Noch heute leben die Navajos im Canyon, der fast ausschließlich nur in Begleitung betreten werden darf. Das Highlight im Canyon ist der monolithische Spider Rock, zwei über 200 Meter hohe Sandsteinsäulen.  

Für Fotoliebhaber: Besuchen Sie den Horseshoe Bend. Der Colorado-River schlängelt sich hier in Hufeisenform um das rote Gestein. Ein äußerst beliebtes Fotomotiv, dass allerdings nur gegen Eintritt zu bekommen ist.

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